Elektromobilität im Fokus: Die Welt der Steckertypen zur reibungslosen Aufladung

Es ist unverzichtbar: Ein passendes Kabel und der richtige Stecker sind absolute Voraussetzungen für das Laden von Elektroautos. In der Elektromobilität hat sich die Stecker-Typologie zu einem entscheidenden Element entwickelt.

Die anfängliche Verwirrung bezüglich der Steckertypen hat sich mittlerweile gelichtet. Am häufigsten sind der Typ 2 und CCS-Stecker anzutreffen. Der Chademo-Stecker hingegen verliert an Bedeutung. Welcher Stecker benötigt wird, hängt davon ab, wo das Fahrzeug aufgeladen werden soll: an einer Elektroauto-Wallbox, einer öffentlichen Wechselstrom-Ladesäule, einer Gleichstrom-Schnellladesäule oder eventuell an einer Haushaltssteckdose.

Die Entwicklung der Steckertypologie in der Elektromobilität

In der jüngsten Zeit hat sich die Entwicklung der Steckertypologie in der Elektromobilität zunehmend stabilisiert. Besonders verbreitet sind dabei der Typ 2 und der CCS-Stecker, welche als Hauptakteure in der Ladewelt fungieren. Der Chademo-Stecker hingegen ist auf dem Rückzug und verliert an Bedeutung.

An der Elektromobilität beteiligte Steckertypen

Die Vielfalt der Ladestecker-Typen kann mitunter verwirrend wirken. Dennoch lassen sie sich in verschiedene Kategorien einteilen, die jeweils spezifische Ladepunkte abdecken: Wallboxen, öffentliche Wechselstrom-Ladesäulen, Gleichstrom-Schnellladesäulen und Haushaltssteckdosen als Notladeoptionen.

Wallboxen: Das Zuhause des Typ 2-Steckers

Der Alltag des Aufladens gestaltet sich am kosteneffizientesten und sinnvollsten an der heimischen Wallbox oder derjenigen am Arbeitsplatz. Bei einigen Wallbox-Modellen ist lediglich eine Ladebuchse integriert, während andere über ein fest installiertes Ladekabel verfügen. Hierbei wird der passende Stecker als Typ 2-Stecker bezeichnet, und das entsprechende Ladekabel trägt den Namen Mode 3-Ladekabel. Der Typ 2-Stecker ermöglicht die Übertragung von bis zu drei Stromleitern und wurde seit 2013 als EU-Standard etabliert. Somit können an der Wallbox Ladeleistungen von bis zu 22 kW (400 V, 32 A) erreicht werden.

Diverse Ausführungen des Mode 3-Ladekabels

Das Mode 3-Ladekabel ist in verschiedenen Varianten erhältlich, die sich in Länge, Beschaffenheit und Farbe unterscheiden. Ein farbiges Kabel erhöht die Sichtbarkeit und minimiert die Gefahr, darüber zu stolpern. Diese Kabel sind sowohl in ein- als auch in dreiphasiger Ausführung verfügbar und können Stromstärken von 16, 20 oder 32 Ampere bewältigen. Eine höhere Stromstärke geht jedoch mit einem erhöhten Gewicht, höheren Kosten und mehr Unhandlichkeit des Kabels einher.

Typ 2-Stecker für öffentliche Wechselstrom-Ladesäulen

Auch für öffentliche Wechselstrom-Ladesäulen, die typischerweise an Straßenrändern oder Parkplätzen in Städten zu finden sind, wird ein Ladekabel mit Typ 2-Stecker benötigt. Die maximale Ladeleistung an diesen AC-Säulen beträgt 22 kW, wobei die meisten Bordladegeräte von Elektroautos nur 11 kW nutzen können. Dies ist jedoch meist ausreichend, um im Tagesverlauf Zwischenladungen vorzunehmen.

CCS- und Chademo-Stecker für Gleichstrom-Schnellladesäulen

An Gleichstrom-Schnellladesäulen (DC/HPC), die an Autobahnen und Ladeparks zu finden sind, sind die Ladekabel fest angeschlossen. Der Stecker, der das Fahrzeug mit der Ladesäule verbindet, wird als CCS- oder Combo-Stecker bezeichnet und ist größer als der Typ 2-Stecker. Dies liegt daran, dass er zwei starke Plus- und Minuskontakte für Gleichstrom enthält. Einige ältere Fahrzeuge japanischer Hersteller (zum Beispiel der Nissan Leaf) benötigen auch den Chademo-Standard, der einen separaten Anschluss für den Schnellladestecker vorsieht. Jedoch ist der Chademo-Stecker klar auf dem Rückzug und wird an neuen Schnellladesäulen immer seltener anzutreffen sein.

Vielfältige Ladeleistungen an HPC-Schnellladesäulen

HPC-Schnellladesäulen bieten je nach Dimensionierung Ladeleistungen von 50 bis 350 kW. Zukünftig sind sogar Ladesäulen mit 450 kW und mehr geplant. Die genutzte Ladeleistung hängt von der Technik des jeweiligen Fahrzeugs, dem Zustand des Akkus sowie der aktuellen Belegung der Ladesäulen am Standort ab.

Schuko-Steckdose als Notladeoption

Die Schuko-Haushaltssteckdose (230 Volt) bietet eine Notladeoption, die ein sogenanntes Mode 2-Ladekabel erfordert. Dieses Kabel wird entweder vom Fahrzeughersteller mitgeliefert oder kann als Extra erworben werden. Eine Box zwischen dem Fahrzeugstecker und der Anschlusssteckdose übernimmt die Kommunikation zwischen dem Elektroauto und der Ladeanschluss (ICCB, in-cable control box). Eine wichtige Sicherheitskomponente ist ein Temperatursensor im Mode 2-Kabel, der bei Überhitzung der Steckdose automatisch abschaltet. Dennoch sollte diese Ladeoption nur im Ausnahmefall genutzt werden und dann mit reduzierter Ladeleistung.

Fazit und Ausblick auf die Elektromobilität

Die Welt der Elektromobilität umfasst eine breite Palette von Steckertypen und Kabeln, die die Art und Weise, wie wir unsere Elektrofahrzeuge aufladen, maßgeblich beeinflussen. Der Übergang von anfänglicher Verwirrung zu klarer Struktur hat die Benutzerfreundlichkeit und das Vertrauen in die Elektromobilität gestärkt. Mit den meistverbreiteten Typ 2- und CCS-Steckern sowie den entsprechenden Ladekabeln stehen den Fahrzeugbesitzern vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, ihre Elektroautos aufzuladen.

Die Entwicklung der Steckertypologie spiegelt auch den Fortschritt in der E-Mobilitätsbranche wider. Neue Technologien ermöglichen höhere Ladeleistungen und bessere Effizienz. Dennoch gibt es Herausforderungen wie die schrittweise Ausphasung des Chademo-Steckers und die Anpassung älterer Fahrzeuge an die modernen CCS-Stecker. Die Industrie arbeitet jedoch daran, die Elektromobilität für jeden zugänglich und praktikabel zu machen.

Während die Technologie immer ausgefeilter wird, bleibt eines unverändert: die Bedeutung der richtigen Kabel und Steckertypen, die reibungsloses Aufladen und eine nahtlose Nutzung der Elektromobilität gewährleisten. In Zukunft werden sicherlich weitere Innovationen und Fortschritte in der Stecker- und Kabeltechnologie erwartet, um die Elektromobilität noch komfortabler und alltagstauglicher zu gestalten.